A
aktinomorph radiär: Bezeichnung für strahlig-symmetrische Blüten, die durch mehrere Ebenen in gleiche Hälften oder Teile zerlegbar sind; dagegen: zygomorph;
Anthere: (Staubbeutel); setzt sich aus zwei Staubbeutelhälften zusammen, die durch ein "Zwischenstück" (Konnektiv) verbunden sind; sie enthalten je zwei Pollensäcke, in denen sich die Pollen befinden;
Anthese: das Öffnen der Blüte;
B
Befruchtung: Verschmelzung der weiblichen mit der männlichen Geschlechtszelle zur Zygote.
Mit der dabei erfolgenden Kernverschmelzung wird männliches und weibliches Erbmaterial zusammengebracht. Bei den Blütenpflanzen kommt es zu einer doppelten Befruchtung. Einer der beiden Spermakerne aus dem Pollenschlauch befruchtet die Eizelle. Diese befruchtete Eizelle (Zygote) entwickelt sich zum Embryo. Der zweite Spermakern verschmilzt mit dem sekundären Embryosackkern. Aus dem dabei entstehenden Endospermkern entwickelt sich das Nährgewebe des Samens (Endosperm). In den Kakteensamen spielt das Endosperm nur eine sehr geringe Rolle. An seiner Stelle ist häufig ein Perisperm
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vorhanden, das aus dem Nuzellusgewebe hervorgeht. Zwischen der Bestäubung und der Befruchtung kann mitunter eine Zeit von mehreren Tagen liegen.
Bestäubung: Übertragen des Pollens
auf die Narbe des Fruchtknotens.
Fällt der Pollen auf die Narbe derselben Blüte, so spricht man von Selbstbestäubung (Autogamie). Findet die B. innerhalb der geschlossenen Blüte statt, wie es beispielsweise bei Frailea- Arten der Fall ist, so liegt Kleistogamie vor. Die B. zwischen Blüten verschiedener Pflanzen wird als Fremdbestäubung (Allogamie) bezeichnet.
Bei den meisten Kakteen hat lediglich die Fremdbestäubung Erfolg, d.h., der Pollen der gleichen
Blüte oder einer Nachbarblüte der gleichen Pflanze können keine Befruchtung bewirken. Das trifft
auch zu, wenn Pflanzen des gleichen Klons untereinander bestäubt werden. Am Standort erfolgt die B. bei Kakteen meist durch Insekten (Entomogamie), bei verschiedenen Gattungen (Nopalea, Cleistocactus, Loxanthocereus, Denmoza usw.) durch Vögel (Ornithogamie) und schließlich in einigen Fällen (Cephalocereus, Pachycereus, Pilosocereus) durch Fledermäuse (Chiropterogamie). Der Anlockung dienen chemische und optische Reize (Selenicereus und viele andere Nachtblüher duften; mit Blüten in reinen und grellen Farben).
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