Prof.Dr. Franz Buxbaum
Prof.Dr.
Franz Buxbaum
Buxb.
(Autorenname)
geboren 1900, gestorben 1979;
Professor in Judenburg, Österreich;
bekannter Kakteenautor, der sich über Jahrzehnte mit großer Gründlichkeit
der Morphologie der Kakteen widmete. Die exakten und mit detaillierten
Zeichnungen versehenen Einzeluntersuchungen, die in zahlreichen Publikationen
ihren Niederschlag fanden, bildeten die Grundlage für neue Erkenntnisse innerhalb
der Kakteensystematik. Dabei sind die von ihm angewandten wissenschaftlichen
Methoden bei der Beurteilung der Einordnung der Arten bzw. Gattungen innerhalb
des Systems grundlegend und richtungweisend. Mit exakter Analyse des Baues des
Samens führte
Buxbaum
ein bisher vernachlässigtes Merkmal in die phylogene-
tische Forschung ein. Nach seiner Auffassung ...
ist die phylogenetische Wertig-
keit dieses Merkmals besonders groß, da die Samenanlagen schon in sehr
frühen Entwicklungsstadien der Blüte angelegt werden und die Samen im
Inneren völlig vor Umwelteinflüssen geschützt sind.
Besondere Beachtung schenkte
Franz Buxbaum
der Morphologie der Kakteenblüte.
Er führte durch vergleichende Untersuchungen den Beweis, dass die Kakteen inner-
halb der Centrospermales einzuordnen sind. In den Kermesbeerengewächsen (
Phytolacaceen
), bei denen es sich um ursprünglich gebliebene Angehörige der Centrospermales handelt, fand er Vorläufer des Kakteenhabitus.
Neben seinen vielen Veröffentlichungen und dem 1959 erschienenen Buch
Kakteenpflege - biologisch richtig
ist
Franz Buxbaum
den Kakteenfreunden auch als erster Mitherausgeber des Tafelwerkes
Die Kakteen
von
H. Krainz
(1954 - 1974) bekannt.
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