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Divergenzangabe: Die Divergenz wird in Winkelgraden oder Bruchteilen des vollen Kreises angegeben; bei gleichbleibender Divergenz (Limitdivergenz) können verschiedene Parastichen (Schrägzeilen) zu Kontaktparastichen (Berührungszeilen) werden. Divergenzzahl: Zahl der Geradzeilen (Orthostichen). Divisio: (Abteilung); systematische Kategorie, in der mehrere Klassen vereint sind. D K G: Deutsche Kakteen Gesellschaft D N S: (DesoxyriboNucleinSäure); aus Nucleotiden aufgebaute Makromoleküle. Sie dienen dem Speichern und der Weitergabe der genetischen Erbinformationen. In der Zelle der Pflanze befinden sie sich hauptsächlich im Kern (Chromosomen). Dornen: spitze, feste Pflanzenteile, entstanden durch Umwandlung von Blättern (Blattdornen), Sproßachsen (Sproßdornen) und gelegentlich auch Wurzeln (Wurzeldornen). Die "Stacheln" der Kakteen sind durch Umwandlung aus Blättern entstanden, stellen also echte Blattdornen dar. Oft werden nur Blatteile zu Dornen umgewandelt. So sind z.B. bei kakteenähnlichen sukkulenten Euphorbien die beiden Nebenblätter jedes Blattes zu Dornen umgebildet (z.B. Euphorbia resinifera). Viele andere |
Xerophyten weisen häufig Sproßdornen auf. Hier sind meist blattachsenständige Kurztriebe zu Dornen umgebildet (z.B. auch bei Schlehe und Weißdorn). Neuere rasterelekronenmikroskopische Untersuchungen (SCHILL, BARTHLOTT und EHLER: Mikromorphologie der Cactaceen-Dornen) haben gezeigt, dass die Kakteendornen vielgestaltige Oberflächenstrukturen aufweisen. Vergleichende Betrachtungen geben neue wertvolle taxonomische Hinweise. Während bei den primitiven Vertretern (Pereskioideae) noch einfache, glatte Dornen vorherrschen, ist bei höher abgeleiteten Kakteen (z.B. Parodia) die Dornenoberfläche aus einzelnen Zellröhren aufgebaut, wobei apikal mehr oder weniger gut ausgebildete Höcker auftreten (tuberculater Typ). Ausgehend vom tuberculaten Grundtyp lassen sich bei den höchstentwickelten Taxa weitere Entwicklungsreihen verfolgen, wobei die Apikalhöcker lang ausgezogen sein konnen (Mammillaria plumosa) oder völlig reduziert sind (Echinocactus grusonii). Durch Reduktion der Höcker und Auflösen der Zellwände (Pelecyphora, Epithelantha) entstehen schließlich bei Discocactus horstii auf der Dornenoberfläche hochkapillare und stark wasserabsorbierende Strukturen, welche an das Velamen epiphytischer Orchideen erinnern und mit diesem in seiner Funktion, der Wasseraufnahme, völlig übereinstimmen. Hier kommt die besondere Funktion vieler Kakteendornen als Aufnahmeorgan für Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Tau besonders klar zum Ausdruck. |
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