das Kakteen - Lexikon von A - Z

Fortsetzung: Gesetz der Verkürzung der vegetativen Phase

Innerhalb der Stammesgeschichte der Kakteen ist eine starke Reduktion der Blüte, d.h. insbesondere des
Rezeptakulums, zu beobachten. Dabei kommt es zur Reduktion bzw. zum Verlust der Areolen, wodurch keine Dornen oder Haare an der Blütenröhre ausgebildet werden. Auch für die Cephalienbildung und schließlich selbst für die Samen, von denen ja nur der Embryosack der generativen Phase angehört, ist das Gesetz gültig. Nach Buxbaum tritt die Reduktion der vegetativen Phase im Bereich des Samens in folgender Weise auf:
  • Reduktion des Perisperms,
  • Vorverlegung der Samenreife,
  • Kleinsamigkeit (Mikrospermie) und Reduktion des Embryos,
  • d.h. die Reduktion der vegetativen Phase bereits der künftigen Generation. Dieses Entwicklungsgesetz tritt uns somit in vielfältiger Hinsicht bei den Kakteen immer wieder entgegen. Ein modernes phylogenetisches System der Kakteen ist ohne Kenntnis und Einbeziehung dieser Gesetzmäßigkeiten nicht aufzustellen.
    Es ist das besondere Verdienst von F. Buxbaum, dem Gesetz von der Verkürzung der vegetativen Phase im Rahmen d. Bemühungen um ein natürliches System der Kakteen besondere Beachtung und Bewertung geschenkt zu haben.

    gespannt (-e Luft) halten:
    zeitweise Kultivierung von Pflanzen in einem mehr oder weniger geschlossenen Raum, Glashaus, Beet oder Kasten bei erhöhter
    Wärme und Luftfeuchtigkeit. Damit kann schnellere Bewurzelung oder Wiederbelebung des Wachstums erzielt werden. Im Kleinen erzeugen wir gespannte Luft in einem Konservenglas, das wir über die schwache Pflanze stülpen.
    Gewebe:
    Verbände von Zellen, die in ihrer Funktion weitgehend übereinstimmen, in ihren Strukturen aber differenziert sein können.
    Beispiele: Abschluß-, Leit- oder Drüsengewebe.

    Gießen und Bewässern: siehe Pflege
    Gießrand:
    Abstand zwischen oberer Topfkante und Substratoberfläche (im Topf). Im G. sammelt sich das nicht sofort in die Erde eindringende Wasser; findige Kakteenfreunde, die es sehr genau nehmen, richten die Höhe des Gießrandes nach dem Wasserbedarf der jeweiligen Art.
    Glandel:
    als rote Punkte erscheinende
    Drüsen; z.B. bei Coryphantha
    Gliederkaktus: (Zygocactus);
    Weihnachtskaktus; früher
    Epiphyllum, jetzt Schlumbergera.
    Glochiden:
    bei
    Opuntien und Pereskien auftretende feine, borstenartige Dornen; G. können in großen Gruppen (z.B. bei Opuntia microdasys) auftreten. Sie sind an der Spitze mit Widerhaken versehen und lösen sich leicht ab, da ihre Basis nicht verhärtet ist.


     
    | Kakteen von A - Z | Kakteen-Lexikon | Kakteen-Blüte | Kakteen-Samen | Kakteen-Pflege | Kakteen-Früchte | Gattungs-Übersicht | Kontakt | Impressum |