Die Eiszeit hat in weiten Teilen Amerikas nachhaltige Wirkungen auf
die Oberflächengestaltung, den Boden und die hydrographischen Verhältnisse hinterlassen. Günstige Bedingungen für
Kakteenwachstum bietet in erster Linie das ehemalige Gletscherland, das Bergland, wo austrocknende Winde und
wasserdurchlässiger Boden Kakteen verschiedener Gattungen winterliche Kälte überdauern lassen. Im europäischen
luftfeuchteren Klima sind es fast nur Opuntia-Arten, die bei geschickter Anpflanzung im Freien überwintert
werden können. Routinierten Pflegern gelingt in günstigen Lagen Europas nördlich der Alpen ausnahmsweise auch das
Überwintern von nordamerikanischen Echinocereen und einigen Kugelkakteen im Freien. Der Süden und der
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Südwesten der USA mit einer Juliisotherme von 35°C und starker nächtlicher Abkühlung bietet da schon bessere Bedingungen für Kakteen. Die niedrigen Lagen von Süd-Kalifornien sind dauernd schneefrei. Weite Gebiete von Arizona, insbesondere die Gila-Wüste, ebenso wie Teile der anderen Südstaaten haben ein reiches Kakteen-Vorkommen. Hier wachsen, außer den überall weit verbreiteten Opuntien die riesigen Carnegiea gigantea und andere Säulenkakteen, große Ferokakteen, farbenprächtig blühende Echinocereen,
Coryphanthen, Neobesseya, Phellosperma, Pedio- und Echinokakteen. In Florida gibt es sogar schon
Rhipsalis, Selenicereus und Pereskia, letztere aber vermutlich eingeschleppt.
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