das Kakteen - Lexikon von A - Z

Fortsetzung: Kammformen
Mit wenigen Ausnahmen (
Mammillaria zeilmanniana und Mammillaria wildii) wird der Liebhaber kaum mit Blütenschmuck rechnen können. Hinsichtlich ihrer Physiologie weichen K. von den Normalformen deutlich und erheblich ab. Die durch Kammbildung hervorgerufene Vergrößerung der Oberfläche führt zur Steigerung des Stoffwechsels. Photosynthese, Transpiration und andere Stoffwechselvorgänge sind bei K. gesteigert, wodurch es zu einer erheblichen Zunahme der Wachstumsgeschwindigkeit gegenüber der normalen, unverbänderten Pflanze der gleichen Art kommt. Durch ihre stärkere Verdunstung müssen K. auf gut bewurzelte Unterlagen gepfropft werden, die mit höheren Wassergaben davor bewahrt werden müssen, von dem Pfröpfling ausgezehrt zu werden. Dadurch können, im Gegensatz zu unverbänderten, normalen Pflanzen, K. bei trockener Haltung kaum am Leben gehalten werden; wurzelecht schon garnicht. So gesehen erweist sich die Kammformbildung bei Kakteen als eine Tendenz zur Minderung der Sukkulenz unter gleichzeitiger Erhöhung des Stoffwechsels und Steigerung der Wachstumsgeschwindigkeit. Die starkwüchsigen Kämme können leicht ein Einklemmen der Unterlage verursachen.
Kelch: (Calyx);
?äußerer, meist grün gefärbter Kreis von Blütenhüllblättern; siehe auch
Kelch
Kindel: volkstümliche Bezeichnung für Ableger;
K. treten in großer Menge an Echinopsen auf und beeinflussen meist die Blühwilligkeit ungünstig.
Kleistogamie:
Selbstbefruchtung in der geschlossenen
Blüte
Klima:
Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen, die den mittleren Zustand und den gewöhnlichen Ablauf der Witterung in einem Gebiet oder an einem Ort in einem bestimmten Zeitraum kennzeichnen. Das K. setzt sich aus den Klimafaktoren Wärme, Licht, Feuchtigkeit, Luftdruck und Luftbewegung zusammen. Man unterscheidet nach der Entfernung vom Äquator ein tropisches, subtropisches, gemäßigtes und polares K.
Gebiete, die in der Nähe des Meeres liegen, besitzen ein maritimes (ozeanisches) K., Räume im Inneren der Kontinente ein kontinentales K. Im Bereich dieser Großklimata kann sich auf engerem Raum ein Standort- oder Ökoklima herausbilden, etwa Wüsten-, Steppen-, Gebirgs-oder Waldklima. Das K. auf eng begrenztem Raum, etwa am Standort einer einzelnen Pflanze, ist durch das spezielle Klein- oder Mikroklima gekennzeichnet. Hier spielen die Faktoren wie Sonneneinstrahlung (Nord- oder Südseite), Bevorzugung einer bestimmten Windrichtung usw. eine besondere Rolle. Beschreibungen der Klimata jedes einzelnen Kaktus` ist bei jeder Kakteenbeschreibung über einen Pflegeschalter zu erreichen.


 
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