das Kakteen - Lexikon von A - Z

Klon:
durch vegetative Vermehrung eines Individuums entstandene Gruppe von Individuen mit gleichem (identischem) genetischen Material.
Da die meisten Kakteen selbststeril sind, kann man bei wechselseitiger Bestäubung der Blüten von Pflanzen eines K. keinen Fruchansatz erzielen.

Kohlehydrate:
Klasse von Naturstoffen, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt sind.
Siehe auch
Amylum, Photosynthese, Stärke
Kollaterales Leitbündel:
Kommt bei den meisten Samenpflanzen vor;
Siebteil und Gefäßteil liegen hierbei im
Leitbündel gegenüber, wobei der Siebteil nach der Peripherie, der Gefäßteil dagegen nach der Mitte der Achse hin gelegen ist.
Kollenchym:
Lebendes, wachstumsfähiges Festigungsgewebe.
Das K. weist besonders an den Kanten der Zellen (Kantenkollenchym) oder den tangentialen Wänden (Plattenkollenchym) Zelluloseverdickungen auf.

Konkauleszens:
Teilweise Verwachsung des Blattes oder eines Seitensprosses mit Teilen der Sprossachse. Durch K. kommt es zu einer Verlagerung der Ansatzstellen von Tragblatt und Seitenzweig. K. kann z.B. bei Nachtschattengewächsen beobachtet werden. Sie ist auch bei den Kermesbeerengewächsen (Phyllolaccaceae), die als Vorläufer der Kakteen gelten, deutlich ausgeprägt. Hier ist bereits die
Verwachsung des Unterblattes mit der Sprossachse zu beobachten. Diese Erscheinung wird bei den Kakteen gestaltbestimmend, da hier die Blattbasen sukkulent werden, mit der Sprossachse verwachsen und damit in Form der Podarien eine sukkulente Berindung der Sprossachse bilden.
Konvergenz:
Ähnlichkeit in der Form verschiedenartiger, einander nicht verwandter Organismen, als Ergebnis einer stammesgeschichtlichen Entwicklung unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen. Ein klassisches Beispiel für K. ist die cactoide Form verschiedener stammsukkulenter Pflanzen, z.B. Korbblütler (Compositen wie Senecio stapeliaeformis), Kakteen, Asclepiadaceen (wie Stapelien, Huernien usw.), Wolfsmilchgewächse (Euphorbien) und Weinrebengewächse
(Vitaceen). Ein besonders eindrucksvolles Beispiel von K. liegt im Falle der überraschenden Ähnlichkeit von
Astrophytum asterias und Euphorbia obesa vor.
Korkgewebe:
Totes, lufthaltiges Gewebe, in dem kein Protoplasma mehr vorhanden ist. Die Zellwände des K., die eine wachsartige Korksubstanz (Suberin) eingelagert haben, schließen lückenlos aneinander. Sie sind dadurch für Wasser schwer durchlässig und leiten die Wärme kaum. Häufig ermöglichen Poren, die den Kork durchbrechen, einen beschränkten Gasaustausch.
KuaS:
Abk. für den Namen der Zeitschrift
Kakteen und andere Sukkulenten; Organ der
D K G


 
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