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Licht: Ausreichende Belichtung ist bei den meisten Kakteen die Voraussetzung für ein gesundes Wachstum und reiche Blütenbildung. Das L. unserer gemäßigten nördlichen Breiten ist noch ausreichend, selbst wenn die Kakteen am Zimmerfenster nur einige Stunden am Tage und dann auch meist nur von einer Seite volles L. bekommen. Durch hinter die Pflanzen gestellte helle Pappe oder einen entsprechenden Anstrich können wir eine Rückstrahlung auf die dem Fenster abgewandte Seite der Pflanzen erzielen. Die Aufstellung der Kakteen in einem Ausbaufenster ist insofern wesentlich günstiger, weil sie darin Ober- und Seitenlicht bekommen. Auch ein einfacher Glaskasten vor dem Fenster oder auf einem Balkon kann diese Vorteile bieten. Das Glas muß in der Großstadt allerdings häufig gereinigt werden, damit es genügend lichtdurchlässig bleibt. Wer die Möglichkeit hat, seine Kakteen im Sommer im Garten frei ohne Glas, nur zeitweise mit Regenschutz (eventuell durch Plastikfolie) aufzustellen, kann besonders gesunde und blühwillige Pflanzen erzielen. Verbrennungen infolge Standort- oder Wetterwechsels muß durch Schattieren vorgebeugt werden. In ihrer Heimat haben die meisten Kakteen Sommer wie Winter 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit. Unsere Tage sind ihnen im Sommer zu lang und im Winter zu kurz. Im Gartenbau wird ein gewünschter Blühtermin durch zeitweise Verkürzung der täglichen Belichtungszeit erzielt. Zum Ausgleich der langen |
Winternächte wird nächtlich 4-5 Stunden Zusatzlicht gegeben, besonders für Jungpflanzen und Arten, die ihre Vegetationszeit in unserem Winter haben. Für einen kleinen Raum genügt eine 40-Watt-Leuchte in 30-40cm Entfernung über den Pflanzen, für größere Flächen sind außerdem Tageslicht- Leuchtstoffröhren zu empfehlen, zumal diese nicht so viel unerwünschte Wärme abstrahlen wie die Glühlampen. Das Anbringen von Reflektoren über den Lichtquellen erhöht deren Wirksamkeit. Um Strom zu sparen, genügt es schon, wenn wir über eine Zeitschaltuhr etwa in der Nachtmitte einen halb- bis ganzstündigen Lichtimpuls geben, um eine gute Wirkung auf das Wachstum der Pflanzen auszuüben (siehe auch unter Pflege). Luft: brauchen unsere Kakteen zur Assimilation für ein gesundes Wachstum. Auch im Keller überwinterte Pflanzen müssen bei günstiger Witterung Frischluft bekommen, um das Überhandnehmen schädlicher Bakterien zu verhüten. Mit der Zufuhr von kühler Außenluft wird die unerwünschte allzu starke Erwärmung des Überwinterungsraumes verhindert, die leicht die Erde austrocknen und uns zum Gießen zwingen könnte, was wiederum einen geilen Wintertrieb erzeugen würde. In diesem Falle ist Frischluftzufuhr weit besser. Auch die allzu starke Erhitzung kleiner Räume, Frühbeete und Gewächshäuser muß durch Lüften, oft mit gleichzeitigem Schattieren, verhindert werden (siehe auch Schattieren). |
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