das Kakteen - Lexikon von A - Z

Luftfeuchtigkeit:
Wenn man schon einmal festgestellt hat, wie wachstumsfördernd sich im Frühjahr und Sommer das Zerstäuben von lauwarmem Wasser, auch "Nebeln" genannt, auf den Neutrieb der Pflanzen auswirkt, so sollte man doch auch bedenken, dass die hohe Luftfeuchtigkeit ein kurzer Ausnahmezustand bleiben muss, erwünscht nur während des Wachstums und bei Wärme. Zu jeder anderen Zeit ist ja gerade die trockene Luft in unserem Zimmer für unsere Kakteen von großem Vorteil, wenn diese auch das Wachstum verlangsamt. Erfahrungsgemäß gibt es bei einem hellen, lufttrockenen Winterstand im Zimmer weniger Verluste als in einem Gewächshaus. Kakteen vertragen trockene Luft weit besser als beblätterte Zimmerpflanzen.
M
Mark:
Aus
Parenchymzellen bestehendes Gewebe im Zentrum der Achsen. Bei zweikeimblättrigen Pflanzen wird das M. von den ringförmig angeordneten Leitbündeln eingeschlossen. Die Leitbündel sind seitlich durch die ebenfalls aus Parenchym bestehenden Markstrahlen voneinander getrennt.
Mayahuel:
Halbgöttin der Pulque; siehe
Götterkakteen
Meiose: (Reifeteilung);
Im Zuge der Ausbildung von
Gameten (Eizelle, Spermakern) wird die Anzahl der Chromosomen bei der Zellteilung halbiert.
Mendelsche Regeln:
Von Johann Georg MENDEL (1822-1884) durch Kreuzungsversuche an Erbsen entdeckte statistisch fassbare Gesetzmäßigkeiten im Erbgang von Merkmalen.
Die Uniformitätsregel (1. Mendelsches Regel) :
Bei der Kreuzung von zwei Individuen, die sich in einem Merkmalspaar unterscheiden (für das sie
homozygot sind), entsteht eine Nachkommen-
schaft (= 1. Tochter- oder Filialgeneration = F1), die hinsichtlich dieses Merkmalspaares uniform ist; beim intermediären Erbgang mischen sich beide Merkmale (z.B. Blütenfarbe rot x weiß = rosa), beim dominanten Erbgang gleichen die Tochterindividuen einem Elternteil.
Die Spaltungsregel (2. Mendelsche Regel) :
Bei der Kreuzung zweier Töchter-(= F1-)individuen spalten die Merkmale der Elterngeneration im Verhältnis von 1:2:1 (beim intermediären Erbgang) oder 3:1 (beim dominanten Erbgang) auf.
Die Unabhängigkeitsregel (3. Mendelsche Regel) :
Bei der Kreuzung von Individuen, die sich in zwei oder mehr Merkmalspaaren unterscheiden, gelten für jedes Merkmalspaar die Uniformitäts- und Spaltregel: Die Anlagen für die Merkmale werden unabhängig voneonander vererbt. Dabei werden die Merkmale umverteilt (Neukombination der Merkmale).
Die MENDELschen Regeln gelten auch bei Kreuzungsexperimenten, die an Kakteen vorgenommen werden und sollten deshalb dem Kakteenfreund bekannt sein.


 
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