das Kakteen - Lexikon von A - Z

Meristem: (Bildungsgewebe);
embryonales Gewebe, das zu ständigen mitotischen Teilungen in der Lage ist. Dem M. steht das ausdifferenzierte, nicht mehr teilungsfähige Dauergewebe gegenüber. M. findet sich bei Kakteen z.B. im Scheitel, an den Wurzelspitzen oder in Gestalt von Knospen oder "schlafenden Augen" an den Areolen
Mescal:
Mexikanisches berauschendes Getränk aus der Lophophora
Meskalin:
Alkaloid aus der Lophophora. Es handelt sich um ein Psychopharmakon. Chemisch steht es dem Adrenalin nahe. M. ist unter den verschiedenen in Lophophora vorkommenden Alkaloiden das bemerkenswerteste; siehe auch Peyotl. 1888 gewann LEWIN (Anhalonium lewini!) eine sirupartige Substanz mit narkotischer Wirkung, die er Anhalonium nannte. HEFFTER setzte diese Untersuchungen fort und fand neben Meskalin noch folgende Alkaloide: Peyotin, Anhalonidin, Anhalonin, Lophpophorin.
Die Chemie der Lophophora-Alkaloide wurde besonders von SPAETH erforscht. M. kommt auch in anderen Kakteen, z.B. Gymnocalycium gibbosum, Trichocereus pachanoi vor. Aus Trichocereus terscheckii konnte noch ein Derivat, das N,N`-Dimethylmeskalin, isoliert werden.Neuerdings wurde M. in geringer Konzentration auch in
Pelecyphora aselliformis nachgewiesen.
Mesotonie:
Bevorzugte Entwicklung der mittleren Seitenorgane der Hauptachse.
Metamorphose:
Aus den Grundorganen Blatt, Stengel (oder Spross und Wurzel entstehende Umbildungen. So sind z.B. die Dornen der Kakteen umgebildete Blätter, also Blattmetamorphosen.
Mikroklima:
Am Standort der Pflanze, also auf engstem Raum, herrschendes Klima.
Milchröhre:
Im Grundgewebe verlaufende Sekret- und Exkretbehälter, die einen meist weißlichen Milchsaft führen.
Die ungegliederten M. stellen einzelne Exkretzellen dar, die als lange, vielfach verästelte Röhren die Pflanze durchziehen. Gegliederte M. entstehen aus mehreren Zellen durch Auflösung ihrer Querwände und durchziehen die Pflanze wie ein Netz. Der Milchsaft kann neben Harzen und ätherischen Ölen auch Schleim, Kautschuk, Gerbstoffe, Alkaloide u.a. enthalten. Er fördert das Verheilen von Wunden am Pflanzenkörper.
Bei den Kakteen treten M. haupsächlich in
Mamillarien auf. Bei Stecklingsschnitt oder Veredeln von milchenden Mammillarien sollte man zunächst nach dem Schnitt den Milchsaft austreten lassen und danach einen erneuten Schnitt durchführen.
Mimese: siehe Mimikri


 
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