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Pflanzengeographie: (Phytographie, Geobotanik); Lehre von der Verbreitung der Pflanzen auf der Erde unter besonderer Berücksichtigung der ökologischen Grundlagen der Pflanzenverbreitung. Pflanzengesellschaften: Bestimmte, regelmäßig am gleichen Standort gemeinsam vorkommende Artengemeinschaften. Die verschiedenen Arten einer P. zeichnen sich durch gleiche oder ähnliche ökologische Ansprüche aus. P. entstehen als Ergebnis einer Auslese unter zahlreichen miteinander konkurrierenden Pflanzen. Pflanzenschutz: Pflanzen, insbesondere kultivierte, sind ständig in ihrer Existenz durch Schadfaktoren gefährdet. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe aller Züchter und Kultivateure, die Pflanzen vor schädigenden Einflüssen zu bewahren und zu schützen. Zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten und tierischen Schädlingen an Kakteen stehen wirkungsvolle Präparate zur Verfügung, allerdings nicht gegen alle Erkrankungen und nur in geringem Maße zur Vorbeugung. Kakteen sind relativ widerstandsfähig gegen äußere Einwirkung von Chemikalien und zeigen daher im allgemeinen gute Verträglichkeit gegenüber Pflanzenschutzmitteln. Infektiöse Erkrankungen der Kakteen können durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht werden. Am häufigsten treten in Kakteensammlungen durch Schadpilze verschiedener Gattungen und Arten verursachte Mykosen auf. Dies wird leicht geschehen, wenn günstige Bedingungen für das Pilzwachstum bestehen, denn mit dem Vorhandensein der sehr resistenten und wegen ihrer Staubfeinheit leicht verbreitbaren Pilzsporen muß stets gerechnet werden. |
Besonders in Gewächshäusern kann sich ein für den Aufwuchs von Pilzen günstiges Mikroklima entwickeln. Mykosen sind entweder als oberflächliche Epidermiserkrankungen bekannt, die durch ektoparasitäre Pilze verursacht werden, oder als Fäulnis- bzw. Deformationserscheinung, hervorgerufen durch endoparasitäre, bis zum Leitgefäßsystem der Kakteen vordringende Pilze. Der Befall der Kakteen durch ektoparasitäre Pilze ist erkennbar am Auftreten hell- bis rotbrauner oder schwarzer Flecken von unterschiedlicher Konsistenz. Erreger können u.a. Staganospora- und Botrytis-Arten sein. Auch der Befall durch endoparasitäre Pilze, z.B. Fusarium-Arten ist häufig an verfärbten, meist weichen Stellen erkennbar, die in diesem Falle überwiegend am Wurzelhals auftreten. Häufig wird der Befall durch endogene Pilze allerdings erst bemerkt, wenn die Pflanze bereits zu großen Teilen oder völlig zerstört ist. Für den Laien ist es meist nicht ohne weiteres möglich, zu erkennen, ob es sich bei einer vorliegenden Mykose um Rhizoctonia-Befall, Helminthosporium, Phytophtora, Botrytis-Weichfäule oder Phythium-Naßfäule (bei Schlumbergera und als "Vermehrungspilz" in Aussaaten) oder eine Fusariose handelt. Hier wäre sorgfältige Isolierung und Anzucht des Pilzes unter sterilen Bedingungen nötig; eine reichlich umständliche und zeitraubende Prozedur. Deshalb ist man heute bemüht, Fungizide mit breitem Wirkungsspektrum zu entwickeln, die die meisten der in Frage kommenden Pilze gleichzeitig vernichten. Es sind z.B. Benzimidazol-Abkömmlinge, von denen besonders das Präparat Fundazol zu empfehlen ist.
(Fortsetzung siehe "Weiter") |
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