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Podarium: Bei den Kakteen das mit der Sprossachse verwachsene Unterblatt. Die Spreite des Blattes wird reduziert, tritt jedoch z.B. bei Cylindropuntien und Opuntien im Neutrieb noch auf. Die Podarien bilden bei den Kakteen um die Sproßachse herum eine sukkulente Berindung. Besonders gut ist die Blattherkunft der P. noch bei den Cylindropuntien (C. subulata) zu erkennen, wo ihnen im Neutrieb die Blattspreite aufsitzt. Die Areole als gestauchter Seitenspross sitzt recaulescent darüber. Das P. kann als Warze in Erscheinung treten, dabei kann die Areole auf die Warze wandern (Mammillaria), andererseits kann es durch Verschmelzung der P. einer Geradzeile (Orthostiche) zur Rippenbildung kommen (Echinocactus grusonii). Polarität: Differenzierung des Vegetationskörpers höherer Pflanzen. P. ist schon am Ebryo fixiert; Sproßpol mit dem Sproßvegetationskegel am oberen Ende; Wurzelpol mit dem Wurzelvegetationspunkt und der Wurzelhaube am unteren Ende. Polyploide: Vervielfachung des Chromsomensatzes im Kern (Nuklus) einer Zelle. P. kann durch Mitosegifte (Kolchizin), Röntgenstrahlung oder Kälteschock künstlich erzielt werden. Unsere meisten Kulturpflanzen sind polyploid. Population: (Bevölkerung); Bei Pflanzen die an einem Ort vereinigten Individuen einer Sippe. |
Prioritätsregel: Regelung bei der Benennung von Arten. Der älteste veröffentlichte Name für eine Art wird als gültig anerkannt, weil er die Priorität vor allen anderen Namen hat. Die P. gilt rückwirkend bis zum Erscheinungsdatum von Linnés Species plantarum und der dort eingeführten binären Nomenklatur, dem 1. Mai 1753. Proliferation: Zentrale oder seitliche Durchwachsung von Blüten, Früchten oder anderen Pflanzenteilen, wobei aus diesen wieder Pflanzen mit Wurzelbildung entstehen. Bei Kakteen kann man P. häufig an Früchten der Opuntia salmiana beobachten. Proteine: Eiweiß Protoplasma: Mit Ausnahme der Zellwand, alle Bestandteile der Zelle; z.B. Zellkern, Zytoplasma, Mitochondrien, Ribosomen, endoplasmatisches Recticulum, Plastiden usw. Pulpa: (saftiges Fruchtfleisch); in der P. sind bei vielen Kakteen die Samen eingebettet. Sie entsteht aus den saftig gewordenen Nabelsträngen (Funiculi). Die an den Samen klebenden Pulpareste müssen durch Waschen mit Permanganatlösung oder anderen geeigneten Mitteln sorgfältig beseitigt werden, da sie nach der Aussaat leicht verpilzen können. |
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