das Kakteen - Lexikon von A - Z

Sippe:
Individuengruppe gleicher Abstammung; deutscher Begriff für Taxon = taxonomische Einheit unbestimmter Rangstufe.
Sklerenchym:
Totes Festigungsgewebe, meist Steinzellen, deren Wände stark verholzt sind und die durch Tüpfelkanäle mit Nachbarzellen in Verbindung stehen.
Sogenannte Sklerenchymfasern treten in Pflanzenteilen auf, die besonderen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Es handelt sich dabei um lange, spindelförmige Faserzellen, die mit unverholzten elastischen oder starren verholzten Zellwänden ausgestattet sind.

S K G:
Schweizerische Kakteen-Gesellschaft; gegründet 1930.
Sonorisches (Pflanzen-)reich:
Eine in der Botanik, besonders im Zusammenhang mit Kakteen häufig gebrauchte Bezeichnung für weite Teile des Staates Sonora, des südlichen Arizona und dem jenseits des Golfes gelegenen Niederkalifornien. Die abnorme Trockenheit dieser Gebiete erzeugte eine außergewöhnliche, zum Teil endemische Flora.
Sorte:
Im Gegensatz zu natürlich entstandenen Sippen eine Züchtung. Lateinische Sortennamen waren bis 31.Dezember 1958 zulässig, müssen aber heute mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werden und sind zwischen zwei hochstehende Anführungszeichen zu setzen. Sie können auch durch vorgesetztes cv. (cultivar) kenntlich gemacht werden.
Seit dem 1. Januar 1959 dürfen nur Phantasienamen aus einer lebenden Sprache verwendet werden, wie dieses der Internationale Code der Nomenklatur der Kulturpflanzen ausdrücklich vorschreibt.
Spaltöffnungen: (Stomata);
Öffnungen der Epidermis, die dem Gasaustausch und der Transpiration dienen. Die S. sind von besonders gestalteten Epidermiszellen, sogenannten Schließzellen umgeben. Durch die Spaltöffnungen ist eine Verbindung zwischen der Außenluft und dem Interzellularsystem der Pflanze gegeben. Durch Turgorschwankungen in den Schließzellen werden die S. regulatorisch geöffnet oder geschlossen. Die S. der Kakteen und vieler anderer Sukkulenten weisen eine Reihe von Sonderbildungen auf, die einen wirkungsvollen Transpirationsschutz darstellen. So liegen sie häufig stark versenkt und besitzen noch ein oder zwei darüberliegende äußere Atemhöhlen, die von der stark verdickten Kutikula gebildet werden. Die Zahl der S. pro Flächeneinheit ist bei Kakteen und anderen Sukkulenten wesentlich herabgesetzt. Während z.B. bei einem Bergahorn ca. 860 S. pro Quadratmillimeter gezählt werden, befinden sich bei den Kakteen auf der gleichen Fläche ca. 20-70. Ein weiterer Transpirationsschutz wird dadurch gegeben, dass die Kakteen und anderen Sukkulenten im Gegensatz zu den meisten Blütenpflanzen ihre S. am Tage schließen und nachts öffnen. Die bei starker Hitze erhebliche Abgabe von Wasserdampf durch die S. wird damit wirkungsvoll verhindert.


 
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