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Streckungswachstum: Durch Zellstreckung auftretende Verlängerung von Pflanzenteilen; S. geschieht durch starke Wasseraufnahme in die Zellvakuolen, verbunden mit einer Streckung der Zellwand. Es wird entscheidend durch sogenannte Phytohormone, insbesondere Indolyl-3-Essigsäure (Heteroauxin) und andere Auxine, reguliert. Die durch Lichtmangel hervorgerufene extreme Verlängerung von Pflanzen, insbesondere auch der Kakteen, wird als Vergeilen (Etiolement) bezeichnet. Substrate: siehe Substrate. Succulenta: Titel der seit 1919 bestehenden Monatsschrift der holländischen Kakteen- und Sukkulentenfreunde. succulentus: (lat.) saftig, fleischig. Sukkulente: (einschließlich Kakteen); Pflanzen, die in Blatt, Sproßachse oder Wurzel Zellsaft speichern (succus = Saft). Man unterscheidet entsprechend in Blatt,- Stamm- und Wurzelsukkulente. Neben der Saftspeicherung zeigen diese Pflanzen weitere typische Merkmale von Pflanzen, die trockenere Standorte besiedeln (Xerophyten). Dazu gehören u.a. der Besitz einer stark verdickten Kutikula und versenkte Spaltöffnungen. Typische Blattsukkulenten sind z.B. die Mittagsblumengewächse (Lithops), sowie Aloe-, Gasteria- und Haworthiaarten. Die Stammsukkulenten gelangen durch Reduktion oder Verlust der Blätter zu einer besonders ausgeprägten Verkleinerung der transpirierenden |
Oberfläche. Den Idealfall stellt dabei die Kugelform dar, wie sie bei Kugelkakteen oder bei einigen sukkulenten Euphorbien (E. obesa, meloformis) verwirklicht ist. Imponierend sind die Wassermengen, die durch große Stammsukkulenten gespeichert werden. So enthält eine große Carnegiea gigantea 2000-3000 Liter Wasser. Eindrucksvoll ist auch die Fähigkeit, das Wasser trotz extremer Trockenheit festzuhalten. Das beweist folgender Versuch: Ein Ferocactus mit einem Gewicht von 37,6kg wurde 6 Jahre an einem schattigen Ort völlig trocken gehalten. Er verlor in dieser Zeit etwa 1/3 seines Gewichtes. Der Wassergehalt (94%) blieb fast unverändert, der Gehalt an hydrolysierbaren Kohlehydraten nahm jedoch sehr stark ab. Die Pflanze hatte somit während der 6 Jahre etwa 30% der Trockensubstanz veratmet. Symbiose: Zusammenleben verschiedenartiger Organismen zu gegenseitigem Nutzen. Synonyme: (syn.) Namen für bereits nach den internationalen Nomenklaturregeln benannten Sippen; Beispiel: Neoporteria gerocephala X.ITO ist syn. von Neoporteria senilis (PHIL.) BACKBG.. Backeberg gibt für Neoporteria subgibbosa insgesamt 19 Synonyme an. Sie entstehen z.B. durch Neubenennung schon bekannter und beschriebener Arten oder durch Neukombination. |
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