das Kakteen - Lexikon von A - Z

Atmung: (bei Pflanzen);
oxydativer (aerober, d.h. unter Zutritt von Luftsauerstoff) Abbau energiereicher, organischer Verbindungen (
Kohlehydrate) zur Energiegewinnung. Erfolgt der Abbau ohne Luftzutritt (anerob), spricht man von Gärung. Atmungs- und Gärungsprozesse werden als Dissimilation bezeichnet.
Aufspaltung:
Kreuzt man zwei Individuen einer Art, die reinerbig, aber in einem bestimmten Merkmal voneinander verschieden sind, so entstehen
Bastarde, die beim intermediären Erbgang in der 1. Tochtergeneration (= F1-Generation) einheitlich eine Vermischung der elterlichen Erbanlagen aufweisen. Pflanzt sich die F1-Generation untereinander fort, so spalten die Erbanlagen auf, d.h., in der nächsten F2-Generation entstehen Individuen, die zu 25% dem Vater der F1-Generation, zu 25% der Mutter der F1-Generation und zu 50% der F1-Generation selbst entsprechen.
Beispiel:
Blüten der Eltern = reinerbig weiß bzw. reinerbig rot
Bastard F1-Generation                            rosa
Aufspaltung F2-Generation    weiß     rosa     rosa     rot

Ausläufer:
Ober- oder unterirdische Seitensprosse; A. wachsen zunächst waagrecht und bilden mehrere langgestreckte
Internodien; in einiger Entfernung vom Muttersproß gehen diese Seitensprosse unter Bildung mehrerer gestauchter Internodien zum senkrechten Wuchs über, bewurzeln sich und wachsen zu einem Tochterindividuum heran.
Auslese: (Selektion);
Prozeß, der unter natürlichen Bedingungen zur Erhaltung derjenigen Populationen und Arten führt, die den Anforderungen der gegebenen Umwelt- und den biologischen Bedingungen am besten entsprechen (dadurch entstehen die Anpassungen).
Unter künstlichen Bedingungen (in der Pflanzen- und Tierzüchtung) wählt der Mensch diejenigen Organismen aus (= künstliche Auslese nach Darwin), die seinem Zuchtziel am besten entsprechen. Er vermehrt diese entweder durch
Samen oder vegetativ.
Autochorie:
Verbreitung von Samen ohne Mitwirkung äußerer Kräfte. Die Pflanze schleudert die Samen durch Turgor- oder Quellmechanismen ab oder aus der reifen Kapsel heraus. Ein Beispiel hierfür sind die Samen der Euphorbien, die man bei beginnender Reife durch übergestülpte Gazebeutel vor dem wegspringen schützen muß.
Autor: (Urheber);
in der
Botanik gilt als Autor, wer eine Pflanze beschreibt und ihr meist auch den Namen gibt. Seit 1935 ist die auf dem Botanischen Kongreß in Cambridge 1930 beschlossene Vorschrift in Kraft, dass die Beschreibung in lateinischer Sprache erfolgen muss. Der Name des Autors steht (häufig abgekürzt) hinter dem Pflanzennamen. Bei einer Neukombination (combinatio nova) durch veränderten Gattungsnamen einer Art wird der Erstautor in Klammern gesetzt und der Autor der neuen Kombination dahinter gestellt.
Auxine:
Wuchsstoffe, Wachstumsregulatoren; A. werden häufig im Gartenbau angewendet.


 
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