das Kakteen - Lexikon von A - Z

Transpiration:
Abgabe von Wasserdampf durch die oberirdischen Pflanzenorgane. Zu unterscheiden ist zwischen kutikulärer T., der Wasserabgabe durch die Kutikula, und stomatärer T., der Wasserabgabe durch die Spaltöffnungen (Stomata). Die kutikuläre T. tritt insbesondere bei Pflanzen auf, die ständig an feuchten Standorten (Regenwald) vorkommen (Hygrophyten) und eine sehr dünne Kutikula aufweisen. Bei Pflanzen, die an trockenen Standorten vorkommen und entsprechende Anpassungserscheinungen zeigen (Xerophyten), wird die kutikuläre T. durch Ausbildung einer starken Kutikula weitgehend eingeschränkt. Durch Einsenkung der Spaltöffnungen wird auch die stomatäre T. bei den Xerophyten vermindert. Die Tendenz der Verkleinerung der transpirierenden Oberfläche als besonderer Schutz gegen Wasserverlust tritt bei den Kakteen und anderen Sukkulenten besonders augenfällig in Erscheinung. So hat ein Kugelkaktus gegenüber einem gleich schweren Zweig der Schlingpflanze Aristolochia macrophylla eine dreihundertmal kleinere Oberfläche und transpiriert in der gleichen Zeit 6000mal weniger.
Tribus:
Systematische Kategorie innerhalb der Unterfamilie, umfasst meist mehrere Gattungen.
Trichome:
Pflanzenhaare, aus der Epidermis hervorgegangen.
trophisch: Auf die Ernährung bezogen.
Tropismen:
Krümmungsbewegungen festgewachsener Organe oder Organismen. T. werden durch äußere Reize (Licht, Erdschwerkraft, Berührung) induziert und in ihrer Richtung bestimmt.
So bedeutet z.B. Heliotropismus das Wachstum von Pflanzen oder Pflanzenteilen in Richtung auf das einfallende Sonnenlicht. Die bei Kakteen zu beobachtende besondere Ausrichtung des Scheitels nach der Südseite (z.B. Eriocactus leninghausii) ist ein deutliches Beispiel dafür.

Tunica: (Mantel);
auch die äußerste Zellschicht des Vegetationskegels.
Turgeszenz: Turgor.
Turgor:
Der durch Osmose bestimmte Spannungszustand der Zelle. Der Zellsaft saugt durch einen hohen osmotischen Wert aus dem Außenmedium Wasser in die Zelle, wodurch sich die elastische Zellwand spannt. Durch diesen Zustand der einzelnen Zellen entsteht eine Gewebespannung, welche die Festigkeit des Pflanzenkörpers ermöglicht. Nachlassen des T. führt zu Erschlaffen bzw. Welken des Pflanzenkörpers.
Typus: (nomenklatorischer Standard);
Die für jede Neubeschreibung ausgewählte Pflanze mit charakteristischen Merkmalen.
Der T. hat die Aufgabe, den Namen fest und unabänderlich zu machen, falls der Umfang der beschriebenen Gattung geändert wird.


 
| Kakteen von A - Z | Kakteen-Lexikon | Kakteen-Blüte | Kakteen-Samen | Kakteen-Pflege | Kakteen-Früchte | Gattungs-Übersicht | Kontakt | Impressum |