Parietales: Ordnung innerhalb der zweikeimblättrigen Blütenpflanzen mit randständigen (parietalen)
Samenanlagen.
Auf Grund der bei Kakteen anzutreffenden parietalen Stellung wurde früher die Vermutung geäußert, dass die Kakteen innerhalb der Parietales zwischen die Dilleniaceae und die Losaceae zu stellen seien. Diese Einordnung gilt heute als überholt. Die parietale Stellung der Samenanlagen bei Kakteen (z.B. Zygocactus) kommt nach
Buxbaum sekundär durch die Dehnung der Stielzone und einer damit verbundenen Verlagerung von zentral
nach parietal zustande.
Perisperm: aus dem Nucellus der
Samenanlage hervorgehendes .
Das Perisperm bildet insbesondere bei Pereskien und Opuntien das Nährgewebe der Samen. Bei den Cereoideae übernimmt der Embryo selbst die Speicherfunktion; dabei verschwindet zumeist das Perisperm. Bei verschiedenen Gattungen (z.B. Echinocactus, Ferocactus) ist es jedoch im Samen noch vorhanden.
Plazenta: Innerhalb des Fruchtknotens vorhandene Bildung, an der die Samenanlagen mit dem
Funiculus angewachsen sind.
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Plumula: Die am Embryo angelegte Sproßknospe mit dem Vegetationskegel.
Raphe: (Samennaht); bei umgewendeten Samenanlagen durch Verwachsung des Samenstranges (Funiculus) mit dem Integument gebildete Verwachsungslinie.
Die Raphe ist bei Kakteen nur selten deutlich ausgebildet (z.B. Mammillaria virginis).
Samenanlage: siehe unter Samenanlage.
Samenmantel: siehe unter Arillusmantel.
Stratifikation: Behandlung schwer keimender Samen (z.B. Frostkeimer).
Zur Beschleunigung des Nachreifens werden schwer kei- mende Samen feucht und bei niedrigen Temperaturen ge- lagert. Bei manchen Kakteenarten mit sehr hartschaligen Samen, z.B. winterharten Opuntien, werden durch Stratifi- kation deutlich bessere Keimungsergebnisse erzielt.
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