Bei den Kakteen existiert eine große Vielfalt in Form, Größe und Farbe der Samen. Am Aufbau des
Samen beteiligen sich zwei Samenschalen
(Testae),
der
Embryo
sowie
Nährgewebe.
Die äußere harte und die innere zarte Schale gehen aus dem äußeren bzw. dem inneren
Integument
hervor. Bei den Opuntioideae tritt außerdem als Sonderbildung ein harter
Arillusmantel
auf. Die Ansatzstelle des Samenstranges
(Funiculus)
wird als Nabel
(Hilum)
bezeichnet. Im Bereich des Hilums kommt es innerhalb mehrerer Entwicklungslinien zu Sonderbildungen.
Durch besondere Vergrößerung des Hilums entsteht bei
Astrophytum, Frailea und Trixanthocereus blossfeldiorum
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die charakteristische Mützenform
der Samen mit breiter Krempe. Ähnlich mützenförmige Samen sind auch bei einigen
Gymnocalycium-Arten zu beobachten. In anderen Fällen treten korkige Anhänge in der
Hilumregion auf
(Strophiola).
Bei einigen
Mammillarien
(Phellosperma, Bombycina - Gruppe) können derartige Anhangsgebilde relativ große Ausmaße erreichen (Mammillaria pennispinosa).
Als Nährgewebe tritt bei den Kakteen, wie bei allen anderen
Caryophyllales
das
Endosperm
kaum in Erscheinung. Die Speicherfunktion wird vom
Perisperm
bzw. vom Embryo selbst übernommen. |